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Stadtteilpostkarte

Projekt Stadtteilpostkarte

Auf dem Sonderparteitag der SPD Hamburg am 6. November 2010 wurde das Projekt "Stadtteilpostkarte" der SPD Steilshoop mit dem Elisabeth-Ostermeier-Preis ausgezeichnet.

Die eingereichten Projekte sollten zum Nachmachen anregen. Deshalb teilen wir hier unsere Erfahrungen mit denjenigen, die das Projekt auf ihre Gliederung übertragen möchten.

Motivwahl

Bei der Erstellung einer Auswahl der möglichen Motive sollte es keine Denkverbote geben. Es sind sowohl zentrale Orte des Stadtteils mit hohem Wiedererkennungswert als auch ungewöhnliche Orte und Motive erlaubt. Um eine hohe Beteiligung am Projekt zu erzielen, empfiehlt es sich, mögliche Motive in einer Mitgliederversammlung oder ähnlichen Veranstaltungen zu präsentieren (z.B. per Videobeamer) und darüber abstimmen zu lassen. Ebenso kann man auch die Bevölkerung in die Motivwahl einbinden (z.B. an Infoständen).

Fotografisches Verfahren

Die Motive auf unseren Postkarten haben wir im HDRI-Verfahren erstellt. Natürlich kann man für die Stadtteilpostkarte auch auf herkömmliche Weise fotografierte Motive verwenden. Für HDRI entschieden wir uns, um die Motive interessanter zu gestalten, in einem anderen Licht zu zeigen und einen zweiten Blick auf sie zu provozieren. Hierbei wird ein Motiv mindestens drei Mal hintereinander mit verschiedenen Belichtungsstufen fotografiert:

Bearbeitet man diese drei Fotos nun mit einem geeigneten HDRI-Bildbearbeitungsprogramm, kann man aus ihnen ihren gesamten Kontrastumfang herausholen:
Je nachdem, wie man die Einstellungen bei der Bearbeitung vornimmt, kann man auch Motive mit teilweise surrealen Charakter erzeugen.

Um HDRI-Fotos anfertigen zu können, wird eine Kamera benötigt, an der man verschiedene Belichtungszeiten einzustellen kann. Weiterhin sollte die Kamera fest auf einem Stativ stehen. Ideal sind Kameras, die in der Lage sind, drei Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungsstufen hintereinander zu machen. Damit können Verwacklungen beim Einstellen der Kamera vermieden werden. Die von uns verwendete Kamera ist die Canon EOS 500D. Aber auch wesentlich günstigere digitale Kompaktkameras bieten Einstellungen, mit denen sich für HDRI-Fotos geeignete Aufnahmen machen lassen. Wenn möglich, sollten die Aufnahmen von der Kamera im RAW-Format gespeichert werden, um hinterher möglichst viele Bildinformationen zur Verfügung zu haben. Viele haben eine hochwertige Kamera in der Schublade und kennen nur einen Bruchteil ihrer Funktionen. Wer selbst keine geeignete Kamera hat, sollte mal im Freundes- und Bekanntenkreis nachfragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ein solches Gerät besitzt und bereit ist, es für diesen guten Zweck zu verleihen oder vielleicht sogar selbst zu fotografieren, ist relativ hoch.

Weiterhin ist es wichtig, dass sich um stille Motive handelt, denn Bewegungen (z.B. durch herumlaufende Personen) während der drei Aufnahmen führen zu Problemen bei der anschließenden Nachbearbeitung. Mittlerweile gibt es Digitalkameras, die HDRI-Aufnahmen mit nur einem Auslösen machen und so auch die Aufnahme bewegter Bilder ermöglichen; allerdings sind diese noch sehr teuer.

Weitere Informationen zur HDRI-Fotografie findet ihr unter folgenden Links:

de.wikipedia.org
www.spiegel.de
www.5lux.de

Wir haben easyHDR Erzeugung der HDRI-Fotos verwendet, das zwar kostenpflichtig ist; zum Ausprobieren aber auch als Probe-Version verfügbar ist. Eine kostenlose Alternative ist ein Programm mit dem umständlichen Namen Qtpfsgui. Die anschließende Bildbearbeitung haben wir mit der Opensource-Software GIMP vorgenommen.

Produktion

Neben dem eigentlichen Motiv auf der Vorderseite sollte man sich noch Gedanken über die Gestaltung Rückseite der Postkarte machen. üblicherweise befindet sich auf Postkarten rechts oben ein Rechteck für die Briefmarke sowie rechts unten Linien für die Anschrift. Weiterhin haben wir links unten noch Informationen zum Motiv sowie das SPD-Logo angebracht. Zwar ist auch auf der Rückseite vierfarbiger Druck möglich; um den Charakter einer Postkarte zu erhalten, hatten wir uns aber dazu entschlossen, sowohl Logo als auch die anderen Elemente in einem dezenten Grau drucken zu lassen.

steilo07.jpg

Die Postkarten haben wir bei einer Online-Druckerei anfertigen lassen. Das sollte man aber nur dann tun, wenn man sich sehr sicher ist, dass die produzierten Vorlagen wirklich geeignet sind und man bei den Einstellungen in den Formularen alles richtig gemacht hat. In der Regel gibt es keine Erstattungen bei selbst verschuldeten Fehldrucken. Deshalb sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich auch der "Drucker um die Ecke" über Aufträge freut und bei der Abgabe der Druckvorlagen eine persönliche Beratung bieten kann.

Bisher haben wir unsere Postkarten mit drei Motiven herausgebracht.

Kosten

Bei einer Auflage von 3 x 100 Karten entstanden Druckkosten von 27 Cent pro Karte. Durch Erhöhung der Auflage auf 1000 Stück ließen sich die Stückkosten bei der von uns gewählten Online-Druckerei auf bis zu 10 Cent/Stück senken. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich Angebote verschiedener Anbieter einzuholen und die Preise für verschiedene Auflagenhöhen zu vergleichen. Zudem sollte man auch auf die Druck- und Papierqualität achten.